Die Stadtkapelle Mindelheim auf dem Weg zu einem neuen Musikerheim
Die Stadtkapelle Mindelheim existiert bereits seit 1835 und bereichert mit ihren verschiedenen Formationen musikalisch das kulturelle Leben in Mindelheim und weit über die Stadtgrenzen hinaus. In den Jahren 1973 bis 1975 haben viele fleißige Musiker in Eigenleistung ein zweckmäßiges Probenheim an der Tiergartenstraße erbaut. Zum Zeitpunkt der Fertigstellung war dieses für die damalige Kapellenstärke von ca. 45 Musikern ein optimales Probenheim und eine Referenz im weiten Umkreis.
Gut 40 Jahre später platzt das Probenheim nun aus allen Nähten und ist in allen Bereichen zu klein.
Was sind die Hauptursachen dafür:
- Die Stadtkapelle umfasst heute mehr als 80 aktive Musiker
- Dazu kommen zwei Jugendkapellen mit jeweils ca. 30 – 50 Musikern
- Das erforderliche Schlagwerkequipment für ein Höchststufenorchester benötigt signifikant viel Platz.
- Trachten- und Notenschränke müssen ausgelagert werden in nicht geeignete Räumlichkeiten.
- Küche und Aufenthaltsraum sind nicht ausgelegt auf den aktuellen Nutzungsbedarf.
- Parkplatzsituation
Unser Weg...
2024
Trockenausbau
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Ohne große Pause ging es weiter mit dem Trockenausbau, der uns über viele Wochen und Monate beschäftigen sollte. (Fotos vom 2. Und 4. Januar 2024)
Viele Planungsdetails wurden dabei erneut hinterfragt und auch vielfach Entscheidungen für Veränderungen getroffen. So wurde nachträglich ein Kühlraum eingeplant, was zu deutlichen Planungsänderungen für Küche und Theke führte. Auf Grund der massiv gestiegenen Energiekosten und des vielen vorhandenen Brennholzes durch den Abbau der Stadel entschieden wir uns für einen nachträglichen Einbau eines Kamins in den Proberaum 2. Damit können jetzt das Stüble und der Proberaum 2 neben der installierten Gasheizung zusätzlich mit Holz geheizt werden.
Immer wieder wurden neue Paletten mit OSB- und Rigipsplatten angeliefert, das mühsame Spachteln und Schleifen der Wände wollte schier kein Ende nehmen. Bis dann endlich mit Unterstützung vieler Helfer auch von der Jugendkapelle Wände und Decken mit Farbe gestrichen werden konnten.
Durch die Bildung von unterschiedlichen Arbeitsteams konnten nun viele Tätigkeiten parallel und mit großer Eigenverantwortlichkeit durchgeführt werden.
Sanitär
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Von Februar bis April wurden im großen Eingangsbereich, in allen WCs, der Küche sowie Putz- und Technikraum von Helmut in akribischer Genauigkeit alle Fließen verlegt. Eine Meisterleistung für einen Büromenschen, das Ergebnis von über 240 Quadratmetern Fließen kann sich sehen lassen! Damit sahen die Räume schon wieder ein ganzes Stück bezugsfertiger aus. (Fotos und Videos vom 26. Januar bis 28. März 2024) Am 30. Juli wurde die letzte noch fehlende Fließe verlegt. (Videos und Foto vom 30. Juli 2024). Das war schon ein Glas Sekt für das Fließenleger-Team wert.
Probenraum 2
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Für den Proberaum 2 im ehemaligen Stadel erfolgte der Ausbau von akustischen Maßnahmen an der Decke und an den Wänden mit möglichst einfachen und kostengünstigen Mitteln. Hier waren schwindelfreie Handwerker gefragt, denn zur Montage hatten wir weitestgehend nur Fahrgerüste.
Terrasse
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In einer starken Gemeinschaftsleistung konnten wir Ende April trotz anfänglicher Startschwierigkeiten (Foto Claudia und Sarah sitzen auf Stühlen zum Sonnenbad im Frühling, 27. April 2024) an nur einem Samstag die kompletten Pflasterarbeiten für ca. 100 Quadradmeter Terrasse durchführen. (Videos vom 27. April 2024)
Küche
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Im Mai erfolgte unter Hochdruck der Einbau der Gastroküche, schließlich stand an Pfingsten der Besuch unserer Partnerkapelle aus Tramin an. Zu diesem Termin erfolgte dann die Feuertaufe der neuen Küche. (Fotos und Videos vom 10. Mai 2024)
Blauer Salon
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Gerade noch rechtzeitig für das erste größere Fest im halbfertigen Proberaum 2 wurden die neuen Tische geliefert. Am Boden und an Stelle der noch fehlenden Tore zum Stüble wurden alte blaue Teppiche installiert, was diesem Raum den Namen ‚Blauer Salon‘ bescherte. (Foto 18. Mai 2024)
Akustikausbau Probenraum
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Für den Akustikausbau der Decke im Hauptprobenraum musste im Sommer der komplette Raum erneut eingerüstet werden, um die Montage von schallabsorbierenden und schallreflektierenden Dämm- und Holzelementen in bis zu 9 Metern Höhe sicher und exakt durchzuführen. Durch kompetente Vorbereitung und engagierte Durchführung konnten diese Arbeit exakt in der Zeitvorgabe von nur 4 Wochen durchgezogen werden.
Bodenlegen
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Mit Spannung erwarteten wir eine erste Musikprobe nach diesen wesentlichen akustischen Maßnahmen. Doch zuvor mussten noch die drei Podest Ebenen montiert werden. Natürlich komplett in Eigenleistung. Dann waren unser Vorstand mit seinem Fachwissen zum Bodenlegen gefordert: 240 Quadratmeter Vinylboden verlegen im Hauptprobenraum. Da waren die ca. 40 Quadratmeter schon verlegter Vinylboden im Stüble ein Klacks dagegen.
Sanitäranlagen
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Endlich konnte die Sanitärinstallation weitergeführt werden und ab August konnten die Sanitäreinrichtungen auch benutzt werden. Höchste Zeit, denn im August räumten wir unser bisheriges Musikerheim. Alles, was noch da war (oh Gott, dieser riesige Berg an Noten), musste umgezogen oder auch mal großzügig entsorgt werden. Ende August wurden die Schlüssel des alten Musikerheims an die Stadt übergeben.
Umzug - August 2024
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Wir waren im neuen, überall jedoch noch unfertigen Musikerheim angekommen!
Und dann die erste Musikprobe im neuen Probenraum. Ein unvergessliches Erlebnis, einige hatten feuchte Augen, als wir endlich erleben und hören konnten, für was wir uns so lange und hart abgerackert hatten. Es wurde eine lange Probe, es gab hinterher viel zu besprechen, wir gingen alle sehr euphorisch nach Hause.
Herbst
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Im Herbst und bis Jahresende ging es weiter mit den Innenausbauarbeiten. Eingangsbereiche, Notenarchiv, Trachtenarchiv, Theke, Stüble ausbauen, es war noch lange kein Ende in Sicht.
Dann der Start für die weiteren Außenanlagen. Ein großer Platz, der zu planen und zu gestalten war. Schnell war der Herbst vorbei und wir hatten erst kleine Bereiche der Außenanlagen fertiggestellt.
2023
Richtfest
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Somit konnte ab Jahresbeginn 2023 der Innenausbau von Stadel 2 beginnen. (Fotos vom 8. Juli 2022)
Damit die überfälligen Zimmereiarbeiten für das Dach endlich durchgeführt wurden, setzten wir alle Beteiligten durch die Festsetzung eines Termins für ein längst fälliges Richtfest am 10. März 2023 unter einen konkreten Zeitdruck.
Am 1. März starteten die unerschrockenen und kompetenten Zimmerleute von Firma Stiegeler mit den Dachstuhlarbeiten. (Foto 1. März 2023)
Sie montierten die Dachpfetten einschließlich der aus statischen Gründen erforderlichen imposanten Eisenkonstruktion für die großen Spannweiten des Dachstuhls. (Foto vom 8. März 2023) Sobald auch die Dachsparren von den Zimmerleuten montiert waren, übernahmen wir wieder die Regie für die weiteren Dacharbeiten, die wir wieder fast ausschließlich in Eigenleistung durchführten. Da dies im Verlauf der Bautätigkeiten bereits das dritte Dach war, schafften wir mit großem Fleiß und Engagement das fast unmöglich geglaubte. (Fotos vom 8. März 2023) Zum Richtfest am 10. März war das Dach geschlossen und wir konnten in guter handwerklicher Tradition endlich ein hart erarbeitetes, rauschendes Richtfest in unserem Rohbau feiern. (Foto Getränkeanlieferung vom 8. März 2023) (Video vom 10. März 2023)
Innenarbeiten
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Im April und Mai 2023 waren wir im Schwerpunkt mit der Isolierung und Fertigstellung des Dachs für den Zwischenbau und den Proberaum beschäftigt. Beim Eindecken der großen Dachfläche zeigte sich erneut, wie mutig, geschickt und handwerklich talentiert einige Musikerfrauen bei uns sind. Alle Achtung, wir ziehen unseren Musikerhut!
Bis zum Winter waren wir dann reichlich beschäftigt mit Arbeiten für Sanitär, Heizung, Elektroarbeiten, alles, was erledigt sein musste, bevor der Innen- und Außenputz angebracht werden konnte. (Foto vom 1. Juni 2023)
Ein großer Zwischenschritt war geschafft, als noch vor Jahresende der Außen- und Innenputz angebracht war. Im Dezember ging es gleich weiter mit den Vorbereitungen für den Estrich, auch das schafften wir noch vor Jahresablauf und konnten somit mit den ersten Arbeiten für die Podeste im großen Proberaum beginnen. (Foto vom 27.10.2023) (Foto / Video vom 28.10.2023)
2022
Frühjahr 2022
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Im März schafften es die fleißigen und kompetenten Zimmerer der Firma Stiegeler, die vielen alten und ähnlich aussehenden vorhanden Balken in der richtigen Reihenfolge wieder zusammenzufügen und das Grundgerippe des um ca. 700 Meter Luftlinie versetzen Stadels wieder aufzubauen. (Fotos) Das war schon eine bemerkenswerte Leistung, mit neuem Gebälk ist das wesentlich einfacher, als ca. 50 Jahre alte Balken mit all Ihren zwischenzeitlich vorhandenen Verformungen wieder in der alten Konstellation zusammen zu bringen.
Die Dacharbeiten führten wir anschließend wieder komplett in Eigenleistung durch.
Bis Mai waren wir dann weiterhin intensiv beschäftigt mit dem Anbringen der statischen der Montage der Bretteraußenfassade einschließlich der Dämmung der Außenwände.
Rohbau Probenraum
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Im Juni startete Firma Pelzer mit den Rohbauarbeiten für den neuen großen Probenraum einschließlich Foyer und Verbindungsbau zum schon erstellten Stadel 2.
Nach einer kurzen Sommerpause starteten wir dann wieder weitestgehend in Eigenleistung mit den Dacharbeiten für den Hauptprobenraum und den Zwischenbau. (Fotos vom 6. Juli 2022) (8. Juli 2022)
Die Versorgung mit Mittagessen war zu allen Arbeitseinsätzen bestens organisiert. Die Bauhelfer wurden stets mit leckerem Essen von unterschiedlichen Musikerinnen versorgt, das war immer ein Highlight der Arbeitseinsätze und verdient ganz besondere Erwähnung. (Foto vom 29. Oktober 2022) (Foto vom 28.12.2022)
Leider versetzte uns die Zimmerei, das frische Mauerwerk blieb einen ganzen Winter lang ohne Dach. Der große Proberaum wurde zeitweise zu einer Eiskunstlaufbahn. (Fotos vom 28. Februar 2022). Zum Glück ist niemandem etwas passiert.
Fenster und Türen
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Noch knapp vor Jahresende konnten wir am 27. und 28. Dezember mit Unterstützung von nur einem Fachmann der Firma Strobel sämtliche Fenster und Außentüren einbauen. Bemerkenswert: Die große Glasscheibe für das Fenster auf der Westseite zur Eichetkapelle wog allein 258 KG. Da musste schon ein starkes, eingespieltes Team Höchstleistungen erbringen, um diese Scheibe manuell einzubauen.
2021
Winter bis Mitte 2021
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Restarbeiten beim Aufbau des Fundusstadels erledigt, z. B. Elektroarbeiten, Pflastern (Video) des gesamten Innenraumes, neue Tore eingebaut. Damit fand unser geliebtes Zaiserl endlich wieder seinen festen Stellplatz direkt in unserem Vereinsgelände (Foto vom 24.04.2022)
Mit den Vorbereitungen des Wiederaufbaus des zweiten ehemaligen städtischen Bauhofstadels wurde begonnen. So wurden z. B. aufwendig alle Balken gebürstet. (Foto)
Aufmaß für die Bodenplatte
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Am 8. Oktober hat Reinhard Csokas das Aufmaß für die Bodenplatte durchgeführt, die Arbeiten sollten mit Hilfe der Firma Csokas in der Folgewoche starten. Am 10. Oktober ist Reinhard Csokas völlig unerwartet verstorben. In der damals noch herrschenden Bauhochkonjunkturphase mussten wir urplötzlich ein anderes Bauunternehmen finden, welches die weiteren Beton- und Maurerarbeiten mit uns durchführte.
Zum Glück fanden wir mit der Firma Pelzer aus Dirlewang einen sehr verlässlichen Partner, der uns bis zum Ende aller Rohbauarbeiten begleiten konnte. (Fotos)
Somit schafften wir doch noch das anvisierte Zwischenziel und konnten die Bodenplatte für Stadel 2 noch vor Wintereinbruch herstellen und winterfest machen.
Liefer- und Kreditvertrag
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Am 1. November unterzeichnete Vorstand Peter Müllner einen langfristigen Liefer- und Kreditvertrag mit der Autenrieder Brauerei.
2020
Aufbau Fundusstadel
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Im Frühjahr hätten wir am liebsten schon mit dem Bau losgelegt, doch für die Baugenehmigung fehlten noch Brandschutznachweise, Schallemisionsschutznachseis, Energiegutachten und die Statik. Da genau zu dieser Zeit auch die Corona Pandemie zu einem ersten Lockdown führte, zogen sich die Erstellung dieser Dokumente in die Länge. Erfreulich war im Juni die Mitteilung vom Kulturfonds Bayern, dass unser Bauvorhaben finanziell gefördert wird. Im August erhielten wir die erfreuliche Mitteilung, dass die Baugenehmigung erteilt wurde, wir konnten endlich loslegen! Überwiegend in Eigenleistung erstellen wir die Betonfundamente und bauten den Fundusstadl mit nur geringen baulichen Veränderungen (größere Einfahrttore) bis Ende des Jahres wieder auf.
2019
Eingabeplan
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Nun ging es an die konkrete Planung des Baus unter Einbeziehung der vorhandenen Stadl. Mit der Zimmerei Stiegeler hatten wir einen kompetenten Partner für die Zimmereiarbeiten gefunden. Die besonderen Anforderungen einer Musikkapelle kannte der Chef bestens, da er selbst Vorstand einer Musikkapelle ist. Mit Christoph Mayr, ebenfalls einem Musiker, fanden wir auch einen Architekten, der die Gesamtplanung nach unseren Vorstellungen entwarf. Diesen Entwurf stellten wir mit einer Kostenplanung den Entscheidungsträgern der Stadt vor und stießen auf eine positive Resonanz. Auf dieser Grundlage stellten wir im Oktober 2019 einen Antrag auf Förderung an den Kulturfonds Bayern.
Vorbereitung des Baugrunds
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Ende 2019 erhielten wir die Nachricht, dass wir das bisherige Zwischenlager der beiden abgebauten Stadel umgehend räumen müssen, da das Grundstück einen neuen Eigentümer hatte. Es blieb uns keine andere Alternative, als kurzfristig den zugesagten Bauplatz bei der Eichetkapelle für die Lager der Stadel zu erschließen. Zum Glück meinte es das Wetter diesmal gut mit uns und die Vorbereitung des Baugrunds sowie die Umlagerung der Stadel konnte zügig durchgeführt werden.
2018
Brass Power Competition
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Durch eine Recherche unseres Vorstands Peter Müllner kamen wir in Kontakt mit Prof. Dipl.-Ing. Frederik Künzel von der Architekturfakultät der Hochschule München. In mehreren Terminen konnten wir uns verständigen, dass sich 13 Architekturstudenten aus dem 5. Studiensemesters mit der Planung für ein mögliches Musikerheim mit Fundus-Halle für die Stadtkapelle Mindelheim beschäftigen. Die Vorgaben waren dabei die Raumbedarfsvorgaben der Stadtkapelle, der inzwischen vorliegende Bebauungsplan und ein Vorort-Termin im Oktober 2017. An der Hochschule wurden diese Arbeiten unter dem Titel „Brass Power Competition Mindelheim“ geführt. Die Stadtkapelle hatte die Aufgabe die Preisgelder in Höhe von 3.000 Euro für die besten Entwürfe zur Verfügung zu stellen. Im Februar 2018 konnten wir dann die Pläne und Modelle von der Hochschule in München abholen.
Ausstellung der Pläne und Modelle in der Sparkasse
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Im Rahmen einer Ausstellung im Foyer der Sparkasse in der Zeit vom 13. bis 23. März 2018 präsentierten wir die Pläne und Modelle allen Interessierten. Dazu war auch Ihre Meinung gefragt. Wir verlosten drei Verzehrgutscheine im Wert von jeweils 20 Euro für das Lager der Stadtkapelle beim Frundsbergfest 2018. An den Ausstellungstagen standen Täglich Vertreter der Stadtkapelle für Informationen und Fragen zur Verfügung. Die Bekanntgabe des favorisierten Entwurfs aus der Bevölkerung und die Verlosung der Gewinner fand am 14. April 2018 statt.
In diesem Sinne bedanken wir uns ganz herzlich bei der Sparkasse Mindelheim
und unserem regionalen Energieversorger VWEW für das großzügige Sponsoring
der Preisgelder für die „Brass Power Competition Mindelheim“.
Konkreter Planungsentwurf für einen kompletten Neubau
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Aus unseren Erkenntnissen von Referenzbesuchen, den Entwürfen der Architekturstudenten und unseren eigenen Überlegungen entwickelten wir für das zugesagte Grundstück bei der Eichetkapelle einen Plan für einen kompletten Neubau eines Musikerheimes mit integrierter Fundushalle. Allerdings mussten wir bei der damit verbundenen Kostenplanung bald feststellen, dass dieser komplette Neubau nicht finanzierbar sein wird.
Abbau der Bauhofstadel
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Im Dezember erfuhren wir, dass zwei in der Vergangenheit von der Stadt Mindelheim als Bauhof genutzte Stadl kostenlos abzugeben waren. Nach Besichtigung dieser Stadel entschieden wir sehr schnell, dass wir diese Stadl für Fundushalle und für einen Teil des neuen Musikerheimes verwenden können und damit die Baukosten deutlich reduzieren können. Die Herausforderung bestand jedoch darin, dass diese Stadl innerhalb kürzester Zeit abgebaut werden mussten. Wir entschieden uns für den Abbau der zwei Stadl, um diese zukünftig für unser Bauvorhaben nutzen zu können. Das Abenteuer begann. Gut dass wir zu diesem Zeitpunkt nicht wussten, welche Witterungsbedingungen uns erwarteten! Jetzt war erstmals Ärmel hochkrempeln und Anpacken gefragt. So haben wir im Januar und Februar mit insgesamt über 1.200 Stunden unentgeltlicher Eigenleistung bei widrigsten, winterlichen Bedingungen die beiden Stadl zerlegt und in Zwischenlager abtransportiert.
2017
Abstimmungen mit der Stadt Mindelheim
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In einer Präsentation für Bürgermeister, Stadtbaumeister und Stadtkämmerer haben wir unsere Erkenntnisse zusammengefasst mit unserem Vorschlag, in die Planung für ein neues Musikerheim mit Fundus-Halle gehen zu wollen. Die Frage eines möglichen Standortes war zu diesem Zeitpunkt noch völlig offen. Wir erhielten grünes Licht für eine Neubauplanung. Nun war die Konkretisierung unserer Ideen gefragt. Von der Stadt Mindelheim wurde uns ein Grundstück östlich der Eichet-Kapelle angeboten. Nach einem Vorort-Termin war für uns klar, dass dies der geeignete Ort für ein zukünftiges Musikerheim ist: Die (Stadt-) Kapelle möchte zur (Eichet-) Kapelle.
2016
Bildung eines Projektteams
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Um aus den bekannten Problemen zu einer langfristig tragfähigen Lösung zu kommen, wurde Anfang 2016 ein Projektteam gebildet. Zunächst wurde eine Bedarfsanalyse für die heutigen und für absehbare zukünftige Anforderungen erstellt und mit den vorhandenen Räumlichkeiten abgeglichen. Um nicht nur in einem reinen Vorstellungsdenken zu bleiben, wurden insgesamt 10 neue Musikerheime großer Musikkapellen im weiteren Umkreis (bis nach Nassereith in Österreich) besichtigt. Die Bedarfsanalyse ergab weiterhin, dass auch die Unterbringung des umfangreichen Fundus der Stadtkapelle ungelöste Fragen bereits heute und noch stärker für die Zukunft aufwirft. Insgesamt ist der Fundus auf 10 Lagerplätze verteilt, wobei die großen Lagerplätze entweder baufällig sind („Zieglerhaus“) oder nur noch auf absehbare Zeit zur Verfügung stehen. All unsere Erkenntnisse haben wir zu einem Konzept zusammengefasst. Schnell wurde klar, dass eine zukunftsfähige Lösung nicht am aktuellen Standort realisiert werden kann. Um unsere Vorstellungen zu konkretisieren, entwickelten wir einen ersten Planentwurf für einen Neubau auf der Grünen Wiesen.